Unsere beliebten Weinkurse und Winetastings gibt es jetzt auch online & live!
So funktionierts:
1. Freunde online verbinden
Als erstes trommelst Du Deine Freunde, Arbeitskollegen, Familie oder Bekannte zusammen. Natürlich zu einem Online-Date.
2. Weine & Thema auswählen
Dann wählt ihr das Thema und drei bis sechs Lieblingsweine aus.
Wir schicken jedem Teilnehmer vorab die Weine nach Hause, mit einem hippen booklet und auf Wunsch auch mit 2 Gläsern.
Dann gehen alle gleichzeitig online.
3. Geniessen & Lernen
Unser Sommelier stellt Dir und Deiner Gruppe die Weine online & live vor und erzählt die eine oder andere Geschichte zur Herkunft, zur Produktion, zum Winzer, zur Trinktemperatur, zur perfekten Essensbegleitung…
Frage ungeniert was du immer schon wissen wolltest.
In den letzten und ersten Monaten des Jahres wird der Grundstein für guten Wein gelegt: Die Rebe wird auf eins bis zwei Ruten zurück geschnitten und später gebogen und angebunden. So steuert man bereits früh im Jahr den Ertrag und das Wachstum der Rebstöcke.
Wahrsagen ist nicht mein Ding, aber in meinem Arbeitsalltag in der Weinszene und im Austausch mit Weinkennern und Händlern aus meinem Netzwerk zeigen sich folgende Tendenzen fürs 2021:
1. Prosecco Rosé DOC
Seit November darf der pinke Schaumwein aus dem Veneto endlich Prosecco Rosé DOC heissen. Selbstverständlich nur unter Einhaltung strikter Vorgaben: Wie auch der weiße Prosecco, darf der Rosé nur in neun genau definierten Provinzen der Regionen Veneto und Friuli Venezia Giulia hergestellt werden. Von der Lese bis zur Abfüllung muss die Weinbereitung dort stattfinden, um als DOC Prosecco anerkannt zu werden.
Prosecco Rosé DOC darf laut nur aus der Rebsorte Glera mit mindestens 10 bis höchstens 15 Prozent Pinot Nero produziert werden. Die Versektung dauert mindestens zwei Monate und damit doppelt so lang der weiße Prosecco DOC. Die ersten Flaschen sind bereits auf dem Markt! Also mehr als ein Trend – eine Realität.
2. Online Tastings, virtuelle Weintouren
Die Erholung des Weintourismus wird lange dauern. Besucherzentren, Tasting rooms und Weinschlösser bleiben sicher noch eine Weile geschlossen. Weingüter werden darum auch im 2021 noch mehr daran setzen, direkte und dauerhafte Beziehungen über die Online Kanäle zu ihren Kunden aufzubauen. Live-Streams, Zoom-Tastings, virtuelle Besichtigungen, Online Lancierungen von neuen Produkten…
….auch von meiner Seite ist da einiges zu erwarten! Folge mir auf Instagram oder Linkedin und bleibe up to date!
3. Der Online Handel wird weiterhin stark wachsen.
Benutzerfreundliche Webshops, Beratung, Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit im Versand, Umtauschmöglichkeiten. Alles mit Fokus auf perfektem „customer experience management„. Zufriedene Kunden werden loyale Kunden. Loyale Kunden werden zu Markenbotschaftern.
4. Alternative Verpackungsformen werden sich langsam neben der altbewährten Glasflasche einen Platz erkämpfen:
Alu-Dosen
Pet-Flaschen
Papier Flaschen
5. Wine Seltzer
HardSeltzer („hartes Sprudelwasser“) ist bereits eine Tatsache, speziell in den USA. Es handelt sich dabei um ein alkoholisches Mineralwasser, dem natürliches Aroma zugesetzt wird. Alohltechnisch ähnlich wie Bier, zwischen etwa 4 und 6 %.
Der neue Trend sind nun Wine Seltzer, Wein mit Mineralwasser und nur 4 bis 5% Alkohol. Sozusagen ein „gsprützte Wisse“ mit noch weniger Alkohol und Geschmack. Es gibt bereits 2-3 Schweizer Produzenten (sundays, yeahh, johns) – to be watched!
„Passt nicht!“ Das hast du sicher schon gehört oder gelesen. Es gibt unzählige Artikel und Meinungen darüber, ob und wie Suppe zu Wein passt. Ich bin überzeugt, dass Wein zu (fast) allen Speisen passt, darum habe ich für dich hier mal ein paar Kombinationen probiert und aufgelistet.
Vorab mein Fazit: es ist ziemlich einfach, die passende Weinbegleitung für dein Süppchen zu finden, wenn du die Grundlagen des Speisen-und Wein Pairings im Auge (oder besser gesagt im Mund) behältst.
Ein Grundsatz, der dir ganz bestimmt bei der Auswahl der passenden Flasche zur Suppe hilft: Je heller und feiner die Suppe, desto leichter und heller der Wein. Und umgekehrt: Je dunkler und deftiger die Suppe, desto kräftiger und dunkler der Wein .
Zu cremigen Suppen passt oft kräftiger Chardonnay (mit Holzausbau) oder Heida aus dem Wallis.
Zu Suppen mit Kokosmilch und zu scharfen Suppen empfehle ich dir einen leichten, fruchtigen Weisswein (z. Bsp. Riesling).
Zu klaren Suppen schmeckt mir ein Sherry oder ein Sauvignon blanc.
Zu einem deftigen Eintopf würde ich einen Shiraz oder Cabernet Sauvignon entkorken.
Meine favorites:
Gulasch Suppe & Carménère aus Chile
Kürbissuppe & Gewürztraminer
Tom Yam mit Verdejo
Tomatencrèmesuppe mit Viognier
Minestrone & Lugana
Pilzcrèmesuppe mit Barbera
Rieslingschaumsuppe mit … Riesling
Bouillabaisse passt zu weissem Bordeaux (Entre-deux-mers)
Jetzt ist sie wieder da, die Hochsaison für Schaumweine jeder Art: Champagner, Sekt, Cava, Crémant, Franciacorta, Prosecco, Pet Nat, Frizzante, Asti Spumante…. So unterschiedlich wie die Namen sind auch die Preise. Es gibt Frizzante im Discounter ab 4-5 Franken, eine Flasche Prosecco um die 15 und edlen Champagner für über 200 (die unglaubliche Top 10 der teuersten findest du hier) . Was ist denn nun der Unterschied, wenn doch alle mit Weintrauben hergestellt werden? Und, viel wichtiger:
Welcher ist der richtige für mich?
Einen Schaumwein zu finden, der dem eigenen Geschmack entspricht, ist nicht einfach. Viel Kohlensäure? Wenig? Gereift? Jung? Trocken, süss? Allein schon beim Zuckergehalt ist die Auswahl sehr gross: von sehr trocken (brut nature) über das gängige trocken (dry) bis mild (doux). Lies hier mehr dazu
Probieren geht bekanntlich über Studieren. Weder ein großer Name noch ein hoher Preis sind Garantie für Qualität. Hier die einzelnen Kategorien und ihre wichtigsten Eigenschaften, damit hast du eine gute Grundlage, um zu entscheiden:
Schaumwein
Allgemeiner Name für Weine mit Kohlendioxid (Perlage), das heisst solche, die beim Öffnen schäumen.
Champagner
Nur Schaumweine, die in dieser Region im Nordosten Frankreichs hergestellt werden, können sich so nennen. Sie können weiss oder rosarot sein und werden hauptsächlich aus Pinot Noir-, Pinot Meunier- oder Chardonnay-Trauben hergestellt. Basis sind sogenannte Grundweine, denen nach dem Abfüllen Hefezellen und Zucker zugesetzt werden. Dann gären sie mindestens sechs Monate und produzieren dabei die so beliebte Kohlensäure. Für den Feinschliff wird dem Champagner nach der Gärung in Wein aufgelöster Zucker oder Süsswein zugesetzt. Kohlensäure darf nicht zugefügt werden.
Der relativ hohe Preis und sein Glamour bewahrt sich Champagner mit dieser komplexen Flaschengärung und mit strengen Regeln bei der Herstellung: Unter anderem wird die Menge der Trauben begrenzt und sie müssen von Hand geerntet werden. Champagner muss stets mindestens 15 Monate in Flaschen reifen. Typisch sind seine Reifearomen, seine Komplexität und sein delikates und lang anhaltendes Prickeln. Meine Wahl: Dom Pérignon 2012.
Crémant
Die Welt der Crémants ist sehr vielfältig, geprägt durch die einzelnen Herkunftsregionen, z. Bsp. Elsass, Burgund, Loire, Jura, Luxemburg… Vom Apéro bis zum Essenbegleiter finden sich sehr leckere Weine zu interessanten Preisen. Traditionelle Flaschengärung und Mindestreifzeit von 12 Monaten und Handlese der Trauben sind Voraussetzung und bürgen für Qualität. Ich trinke gerne Crémant d’Alsace Wolfberger Révérence IX
Franciacorta
Franciacorta ist ausserhalb Italiens noch wenig bekannt, das Gebiet in der Lombardei ist zur Überraschung vieler Herkunft der edelsten „bollicine“, so heisst Schaumwein in Italien. Wer sich vom Proseccotrinker abheben will und elegante und hochwertige bollicine sucht, ist mit Franciacorta sehr gut bedient. Flaschengärung und lange Reifezeiten zeichnen diese Schaumweine aus. Ich gönne mir wenns Grund zum Feiern gibt einen Ca‘ del Bosco Cuvée Prestige Extra brut.
Prosecco
Delikater Schaumwein aus den Regionen Venetien und Friuli Venezia Giulia (Italien). Er wird immer mit Glera-Trauben hergestellt und normalerweise nach der Charmat-Methode vergoren (die zweite Gärung findet in grossen Edelstahltanks statt). Die Geschmacksrichtungen variieren (hier findest du mehr dazu), am häufigsten ist zur Zeit Extra-dry anzutreffen. Prosecco ist typischerweise leicht, frisch, fruchtig und stark perlend.
Cava
Offizieller Name für spanische Schaumweine, fast immer aus Katalonien, genauer gesagt Penedès westlich von Barcelona. Kann mit Macabeo-, Parellada- oder Xarello-Trauben hergestellt werden. Hergestellt nach der traditionellen französischen Methode mit zweiter Gärung in der Flasche. Cava muss mindestens neun Monate reifen. Typische Eigenschaften sind: fruchtig-florale Aromen, Reifearomen und Komplexität. Feines Perlage. Meine Wahl: Raventós i Blanc, Textures de Pedra.
Frizzante
Halbschaumwein, wird künstlich belüftet. Es hat weniger Kohlensäure als Sekt: zwischen einer und zwei Druckatmosphären, während Schaumweine zwischen vier und sechs haben. Eher einfache und günstige Alltagsweine.
Asti spumante
Sekt aus der gleichnamigen Provinz in der Region Piemont in Norditalien. Die Asti-Methode besteht aus einer einzigen Fermentation in Edelstahltanks, jedoch mit Druckregelung und Alkoholproduktion. Die Gärung des Asti spumante wird gestoppt, wenn er ein Alkoholvolumen zwischen 6 und 9% erreicht und eine gute Menge natürlichen Traubenzuckers im Weinmost verbleibt. Asti Spumante ist meist süsslich und cremig im Mund, zart, aromatisch. Schwaches Perlage.
Sekt
In Deutschland hergestellten Schaumweine. Stark im Aufwind. Die Produktion ähnelt bei den guten Produzenten der des Champagners. Bei Alltagssekt im tieferen Preissegment kommt die Tankgärung zu Zug. Die am häufigsten verwendete Rebsorte heisst Riesling. Meine Empfehlung: Dr. Heger Pinot extra brut.
Pét Nat
Pét-Nat ist die Abkürzung von Pétillant Naturel, «natürlich sprudelnd». Diese Methode basiert auf die alte, ursprüngliche Tradition der Schaumweinherstellung (Méthode Ancestrale). Pét-Nats sind idealistisch behaftet und stehen überwiegend für Winzerhandwerk in kleinen Mengen und für einen natürlichen Umgang mit Wein. Pét-Nat-Produzenten arbeiten oft sehr naturnah, biologisch oder biodynamisch. Die Weine sind dank unfiltrierter Abfüllung oft trüb und unterscheiden sich so schon optisch von den oft makellosen Proseccos und Champagnern grosser Produzenten.
Bei den Pétillants wird die natürlich Gärung unterbrochen, der Wein in die Flaschen abgefüllt, und dort fertig vergoren. Ein Pét-Nat ist meistens leicht, hat wenig Kohlensäure und ist sehr aromatisch, lebendig. Auch der Alkoholgehalt ist oft tiefer als bei anderen Schaumweinen. Mehr Infos dazu auf petnat.ch .
Wein ist vielleicht nicht dein erster Gedanke, wenn du leckere Burger auf dem Grill hast… aber ein Versuch ist es Wert, das kann ich dir versprechen. Die grosse Auswahl an Weinsorten macht es sehr gut möglich, für einmal bei deinem nächsten Burger-Schmaus das kühle Bier gegen einen Wein zu tauschen.
Aus Neugier, aus Leidenschaft zum Wein und auch ein bisschen wegen meiner Arbeit als Sommelier probiere ich Wein zu allem! Nach langem Probieren (ich habe alle Kombinationen getestet) folgen nun meine Überlegungen für dieses vielleicht etwas ungewöhnliche Wein & Food pairing.
Vielfalt der Zutaten
In Bezug auf Aromen und Textur sind Hamburger wirklich interessant. Wir haben den Geschmack, das Salz und das Fett des Fleisches, den Schmalz des Käses (und möglicherweise des Specks) und der Saucen, die Säure der Gurken und der Zwiebel, die leichte Süsse des Brotes und des Ketchups und die (leichte) Schärfe der Zwiebel (und möglicherweise des Jalapeño).
Kombinationen
Kombiniere klassische und eher leicht gewürzte Burger mit leichten Weinen, zum Beispiel einem süffigen, frischen Weisswein (z. Bsp. Soalheiro Vinho Verde), oder einem leichten italienischen Roten (Sangiovese aus der Toskana).
Dein dreilagiger “Spezialburger” mit exotischen Zutaten und unüblichen Toppings passt besser zu einem gehaltvollen Wein, einem mit würziger Aromatik und kräftigem Körper.
Burger und Weisswein
Chardonnay der im Holzfass ausgebaut wurde, zum Beispiel aus Kalifornien, passt perfekt zu einem Chicken Burger mit Mango-Chilisauce oder einem Lachs-Burger mit Dillcrème-Honig.
Ein Chardonnay aus dem Burgund passt bestens zu Quinoa-Avocado-Vegi-Burger oder zum Brie-Vegi-Burger mit gerösteten Pinoli, Radicchio und Röstzwiebeln.
Falls du deinen Burger mit Ziegenkäse überbackst eignet sich ein frischer Sauvignon Blanc aus dem Aargau, so z. Bsp. der „Im Lee“ vom Weingut Sternen.
Die Leichtigkeit und die Blumen- und Zitrusaromen von Pinot Grigio machen diese Traube zu einem perfekten Begleiter von Sushi-Wasabi-mayo-Burgern (ja, hier ist roher Fisch gemeint!) oder kurz und heiss grilliertem Thon-Sesam-Zitronenmayo-Burger.
Burger und Rotwein
Generelle empfehle ich eher rustikale, charaktervolle und handwerklich erzeugte Weine (vino cazzuto, so nennt sie mein Freund aus Sizilien…) zu Burgern und vermeide all zu elegante und raffinierte Weine.
Rind-, Lamm- oder Schweinefleisch-Burger mit hohem Fettgehalt, überzogen mit cremigem Cheddar, Gorgonzola, Gruyère usw. und anderen herrlich schmeckenden Toppings passen hervorragend zu kräftigen Weinen aus den Trauben Tannat, Cabernet Sauvignon, Touriga Nacional (mein Tipp Esporão), Tempranillo und Malbec.
Hervorragende Weine für auf dem Lagerfeuer grillierte Burger sind Shiraz (Purple Angel von Viña Montes) und Zinfandel. Diese Weine sind reichhaltig und schmecken nach kräftigen Gewürzen wie Pfeffer, Anis, Fenchel, Zimt, nach getoastem Holz, nach Rauch und Speck (ja, es gibt Wein der nach Speck riecht, aber mehr dazu ein ander Mal!) und passen deshalb perfekt zum karamellisierten, rauchig-röstigen Barbecue Geschmack. Vermeide jedoch Weine, die sehr lange in neuen Barriques gereift sind (Gran Riserva, Barrique und wie sie alle heissen…). Die intensiven Holz- und Vanillearomen, die dadurch in den Wein gelangen beissen sich mit Zutaten wie Salat, Gemüse, Saucen usw.
Wenn dein Burger so vielseitig ist wie du und unendlich viele verschiedene Geschmacksrichtungen und Texturen hat (schon Mal was vom Everything-Burger gehört?) sind leichte, fruchtbetonte und etwas säurehaltigere Weine ohne Fassausbau der einzige Weg zu einer harmonischen Verbindung. Konkret empfehle ich einen Dolcetto d’Alba Piazzo aus dem Piemont). Hat es in deinem Burger Gemüse, Salat, Rucola, Tomaten, Paprika, Zucchini, gebratene Zwiebeln und Pilze, passt das ebenso zu fruchtigeren Rotweinen.
Special Burger und Wein
Auch spezielle Gourmet-Burger aus edlem oder exotischem Fleisch, nicht jetzt unbedingt alltägliche Rezepte, passen vornehmlich zu Wein. Ich denke zum Beispiel an einen Entenbrust-Preiselbeer-Camembert Burger, den würde ich sehr gerne mit einem Pinot noir aus dem Burgund (Côtes-des-Nuits oder Gevrey Chambertin) geniessen.
Kobe Beef, Black Angus Beef, Wildschwein, Wildfleisch Burger passen zu kräftigen, vollmundigen Weinen. Wie wäre es mit einem Cabernet-Merlot aus dem wunderbaren Bergérac? Oder einem Malbec aus Argentinien (Terrazas de los Andes Gran Malbec).
Der ausgefallene Foie-Gras-Burger mit hausgemachtem Feigenchutney ruft in meinem Geniesserverständnis nach einem nicht zu trockenen Champagner wie zum Beispiel der Armand de Brignac Demi-Sec. Genuss pur!
Und zu guter Letzt: wenn du es gerne scharf magst, dann vermeide Rotwein, da wirkt der Wein wässerig! Eine Alternative wäre ein lieblicher Weisswein der Traubensorten Gewürztraminer oder Riesling. Oder dann wären wir wieder zurück beim Bier, nämlich einem Craft Beer der Sorte White IPA.
Santé!
Viel Spass beim Ausprobieren. Teile deine bevorzugte Wein-Burger-Kombination mit mir und den anderen Lesern!
Eigentlich sollte uns das Flaschenetikett beim Kauf eines Weins helfen – tut es aber nicht, jedenfalls nicht immer!
Wie oft wurde ich schon gefragt: warum ist ein Prosecco bei dem „Extra dry“ auf dem Etikett steht nicht super trocken, so wie die wortwörtliche Übersetzung uns suggeriert. Statt dessen ist er leicht süsslich, fruchtig! Was jetzt?
Erstens gibt es verschiedene Einteilungen: was für Schaumwein, Prosecco & Co. gilt, ist nicht das gleiche bei Weiss- und Rotwein 🍷. Zweitens darf man die Bezeichnungen nicht wortwörtlich übersetzen und drittens, das wichtigste 😉 was für den einen schon fruchtig-süsslich-klebrig schmeckt ist dem anderen immer noch zu trocken. Geschmäcker sind verschieden, am besten vertraut ihr eurem Geschmackssinn und merkt euch die entsprechende Bezeichnung.
Hier mal meine Aufstellung, für die es genau wissen wollen mit Zuckergehalt in Gramm pro Liter:
In einem nächsten Beitrag schreibe ich dann über Süsse im Rot- und Weisswein, versprochen.
Die Provence ist eine der schönsten und bedeutendsten Weinkulturlandschaften der Welt. Die Historie, die romantischen Städtchen und Dörfer, die Kulinarik und natürlich der Wein scheinen hier zu einem einmaligen Gesamtkunstwerk zu verschmelzen. Wein wird in der Provence vermutlich bereits vor 600 v. Chr. angebaut, also lang vor den Eroberungszügen der Römer.
13 Rebsorten sind für die Erzeugung von Provence-Weinen zugelassen, die bekanntesten sind Grenache, Mourvèdre, Syrah, Cinsault und Carignan. Warmes Mittelmeerklima mit rund 3.000 Sonnenstunden und wenig Niederschlag bilden exzellente Bedingungen, zwischendurch gestört vom berühmt-berüchtigten, scharfen Nordwind Mistral. Das warme, trockene Klima hat die Provence auch zu einem Zentrum des biologischen Weinbaus gemacht (Quelle Falstaff).
Gut drei Viertel der Weinproduktion macht der Roséwein aus. Glücklicherweise hat er in den letzten Jahren beträchtlich an Qualität zugelegt. Vorbei sind die Zeiten als einfach Restbestände an Rot- und Weisswein gemischt wurden, bis die gewünschte Farbintensität erreicht war und der Geschmack einigermassen passabel war.
Ein perfektes Beispiel für Wein mit modernem touch, top Qualität und Geschmack aber auch mit einem oder sogar zwei Augen auf Nachhaltigkeit stammt aus dem Weingut Mirabeau. Die Domaine Mirabeau liegt rund 5 km entfernt von dem historischen Städtchen La Garde-Freinet, am Golf von Saint-Tropez.
Die Geschichte von Mirabeau ist ja so was von inspirierend: 2009 erfüllt sich für Jeany und Stephen, deren Eigentümer, der Traum vom eigenen Weingut. Nach jahrelangem Träumen und Pläneschmieden treffen Jeany und Stephen ihre Entscheidung. Sie würden das ultimative Familienabenteuer wagen, die grünen Vororte im Londoner Süden verlassen und gegen den blauen Himmel der Provence eintauschen. Mit drei kleinen Kindern im Schlepptau und umso größeren Ambitionen machen sie den Sprung ins Ungewisse. Sie wollen erstklassige Roséweine zubereiten, die alles Dagewesene in Frage stellen – und schaffen eine der beliebtesten Rosé-Marken der Welt.
Heute umfasst das Weingut knapp 20 ha, davon stehen 14 ha unter Reben (überwiegend Grenache, Cinsault und Rolle). Das Klima ist typisch mediterran, sehr sonnig, mit heißen Sommern und trockenem Ostwind. Die Landschaft dagegen unterscheidet sich von den meisten Gebieten der Provence. Statt niedriger Garrigue-Sträucher, dominieren immergrüne Maquis-Büsche das steinige Terroir mit rosa Sandstein und sandigen Böden.
Der Schutz der Umwelt hat für Jeany und Stephen höchste Priorität. Sie wollen Spitzenweine produzieren und dabei das Ökosystem ihrer Herkunft bewahren. Inspiriert von der Botanikerin und Ökologin Mimi Casteel vom Hope Well Weingut in Oregon, folgen sie dem Ansatz für regenerative Landwirtschaft. Diese ganzheitliche Methode geht über den Bioanbau hinaus; letztlich lässt man die Natur einfach ihr Ding machen.
Mit großer Liebe zum Detail und ausgezeichnetem Verständnis dafür, was Weinliebhaber von einem großen Rosé erwarten, produziert Domaine Mirabeau unglaubliche Rosés.
Mein aktueller Favorit ist der Mirabeau X rosé 2019: leuchtendes Rosa mit Aroma nach roten Beeren und Zitrusfrüchten. Frisch und lebendig mit saftiger Fülle. So süffig! Perfekt zum Aperitif und auch als Essensbegleiter kann er dienen, zum Beispiel zu gefüllten überbackenen Pilzen, zu knusprig gegrillten Sepias oder einer ganzen Dorade vom Holzohlgrill. Hier der link dazu.
Achtung wichtig! Rosé hat ein sehr begrenztes Alterunspotenzial, auf Deutsch gesagt: 1-2 Jahre gebe ich diesem sommerlich-süffigen Highlight, nicht mehr. Also vergiss‘ die Rabattschlachten wenn die Händler wieder mal alten Wein loswerden wollen…
Willst du mehr erfahren über die Herstellung von Rosé? Mach dich schlau, die Plattform Wein Plus finde ich persönlich sehr informativ.
Tausende Traubensorten sind bis heute bekannt. Einige sprechen von 8’000 andere von über 10’000 Rebsorten (dieses Wort wird oft anstelle von „Traubensorte“ verwendet). Für die Weinbereitung eignen sich allerdings nur einige hundert davon und für den Qualitätsweinbau sind nur wenige Dutzend von Bedeutung. Die Palette wird laufend um neue Kreuzungen und Klon-Selektionen bereichert: Infolge natürlicher Mutation entstehen oft Varianten mit besonders erwünschten Eigenschaften. Durch ungeschlechtliche Fortpflanzung der Variante bleiben diese Vorzüge auf Dauer erhalten.